Reise durch das Baltikum – 1. Teil

Hauptziel dieses Reisabschnittes war für mich, die Länder des Baltikum auf der Karte richtig zu benennen und die jeweilige Hauptstadt sicher und schnell aufzusagen. Einfacher als ursprünglich gedacht lerne ich so schnell (schon während der Zugfahrt nach Tallinn), dass ich mich schon bei Ankunft ganz auf das Genießen der Leckereien und der Schönheit dieser Landschaften konzentrieren kann.
Estland ist das erste Land für mich im Baltikum. Hauptstadt ist Tallinn, das Land hat ca. 1,3 Millionen Einwohner, von denen etwa die Hälfte in um um Tallinn lebt. Die Fläche entspricht ca. der Größe der Schweiz – Estland ist also sehr dünn besiedelt.

Die ersten zwei Nächte wohne ich bei Marie und ihrer Mutter als Warmshower-Gast (das ist Couchsurfing für Radfahrer). Das Haus lag etwas außerhalb von Tallinn, perfekte Cycling-Distance und eine Oase in den estnischen Wäldern, mit einem wundervollen Garten. Tagsüber besuche ich Tallinn und das nahe Umland. Abends werde ich mit Spezialitäten aus dem Garten verköstigt.

Tallinn:

Ich entscheide mich, am baltischen Meer (klingt viel schöner als „Ostsee“) entlang nach Süden zu fahren, über die estnischen Inseln Hiiumaa und Saaremaa. Das Wetter ist wunderbar zum Radeln (kein Regen) und die Bootstouren zu den Inseln sind eine zusätzliche Abwechslung. Ich radele durch endlose Wälder, malerische Küstenabschnitte, immer in absoluter Einsamkeit. Die Nächte verbringe ich jeweils im Zelt und direkt am Meer.

Ich entdeckte Estland für mich als

a) das Land der Ringelnattern – ständig schlängeln sie sich über die Straßen von Sumpfgebiet zu Sumpfgebiet und begeben sich leider dabei sehr oft in Gefahr, überfahren zu werden.

estland-2

b) das Land der Äpfel – die unter der Last der Früchte ächzenden Äste waren sicher dankbar, nachdem ich sie wiederholt um einige der Früchte erleichtert habe. Ich teste mich durch verschiedenste Sorten, und kann mich Tag für Tag an den wilden Apfelbäumen satt essen.

c) das Land der Pilze – manchmal komme ich im Pilzjagdfieber gar nicht zum Radeln, weil ich für das Risotto am Abend die besten Pilze sammeln will, dabei gibt es genug für hunderte leckerer Pilzpfannen.

Darüber hinaus nasche ich Preiselbeeren und Heidelbeeren als Snack zwischendurch, die Supermärkte statten mich mit dem aus, was hier nicht auf Bäumen oder Sträuchern wächst: Kefir, Kaffee und Schokolade.

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