Aus Teheran

Etwas nervig ist es wirklich mit den ganzen gesperrten Internetseiten im Iran (auch der Blog), und das Uploaden von Bildern ist nur mit Tricks möglich. In Iran nutzt man Antifilter, um die Sperrungen zu umgehen, zum Preis eines (noch) langsameren Internets. Dafür erhält man Facebook, Youtube und Bild.de. Das Öffnen einer Seite kann aber mal eine Akkuladung des Handys dauern. Der Torbrowser auf dem Computer läuft leider gerade noch etwas unzuverlässig. Aber es gibt ja auch alkoholfreies Bier, dass es nicht nur malzig und süß, sondern auch fruchtig und süß an jedem Kisok zu kaufen gibt.

Und um Vorurteile abzubauen: es gibt Alkohol im Iran, und im Kocher brennt es wie reiner Alkohol:

Alkohol

Seit Tabriz war ich 10 Tage unterwegs auf kleinen Nebenstraßen durch kleine Dörfer, zusammen mit Luka aus der Schweiz und Conny und Jens, zwei Ärzten aus Marburg auf ihrer Tour nach Singapur. 10 Tage im Zelt, fast ausnahmslos gutes Wetter, Hitze bis 35 Grad, und Landschaften, die man sich durch erneut unzählige Höhenmeter und gänzlich fehlendes Internet erstrampeln musste. Zelten in Iran ist manchmal eine Herausforderung, denn generell frage ich doch gerne, ob ich an dem auserkorenen Platz auch wirklich zelten darf. Für gewöhnlich wird gewarnt, es sei gefährlich aufgrund der Tücken der Wildnis. Man hat dann den Besitzern oder Anwohnern des Platzes zu erklären, dass man natürlich darauf achtet, nicht auf Schlangen zu treten – und dass man auch wegen der Schakale vorsichtig sein würde und dass man selbstverständlich genügend Wasser hat. Für gewöhnlich bekommt man danach für ein paar Stunden Gesellschaft, es werden jede Menge Gruppenfotos gemacht und man bekommt Honig, Olivenöl, Eiswasser oder Brot gereicht. 10 Tage fuhren wir gemütlich, immer bedacht, ausreichende Siesta zur Mittagssonne und üppige Mahlzeiten an besonderen Zeltplätzen zur Nacht zu haben.

Die letzten Kilometer nach Teheran haben wir dann auf einem blauen Pickup zurückgelegt. Mal wieder Botschaftsgänge und Visaangelegenheiten. Noch fehlt mir die Genehmigung für Turkmenistan. Außerdem braucht mein Fahrrad eine Generalüberholung, die Felgen sind leider nicht so hitzebeständig, und ganz vielleicht finde ich Ersatz für mein geschmolzenes Felgenband.

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