Georgien – viel mehr als nur „Back in the USSR“

Nach 8 Tagen in Trabzon erhalte ich endlich mein Iranvisum und kann weiterfahren. Zum Schluss war es schon etwas nervig, zumal Trabzon doch nicht so viel zu bieten hat und die ständigen Vertröstungen des Iranischen Konsulats („Come back tomorrow“) nervenzehrend waren. Ich will über Georgien und Armenien fahren. Kurdistan soll zwar auch aktuell für Touristen sicher sein, aber warum nicht zum orthodoxen Osterfest in Georgien sein und zwei weitere Länder besuchen?

Nach Batumi in Georgien sind es von Trabzon noch einmal ca 200km auf ebener Autobahn – noch einmal zwei Tage entlang der Schwarzmeerküste und der türkischen Teeplantagen. Abends treffe ich Conny und Jens, zwei Radfahrer aus Marburg, und wir feiern den letzten Abend an der Schwarzmeerküste in der Türkei in einem Park bei Pasta. Die weitere Fahrt Richtung Osten wird nicht mehr ans Meer führen.


Die Grenzformalitäten in Georgien sind unkompliziert. Die Stadt Batumi zeigt die extremen Gegensätze der sowjetischen Vergangenheit einerseits, sowie andererseits der modernen Hochhäuser und Casinos, die in den letzten Jahren für die überwiegend russischen und türkischen Touristen gebaut wurden. Mir gefällt die Stadt, und das georgische Essen – die „Haute Cuisine“ der ehemaligen Sowjetunion – sind ein wunderbarer Kontrast nach einem Monat Türkei.

Georgien (10)
Orthodoxe Kirche am Ostersonntag

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Zum Goderdzi-Pass fahre ich mittags weiter – zusammen mit Luka und Ceril, mit dem ich schon an der Adriaküste zusammengefahren bin. Bestes Wetter im wunderschönen kleinen Kaukasus. Es ist so sauber alles – kein Müll am Wegesrand. Die Menschen sind so freundlich, wir bekommen Paska und Ostereier geschenkt, dürfen im Garten der Datscha eines Deutschlehrers unsere Zelte aufbauen und bekommen auch noch große Mengen an leckerem kirschsaftfarbenem Rotwein serviert. Viele Radfahrer und Motorradfahrer sind auf der Passstraße unterwegs, vor allem aus Russland und der Ukraine. Bestes Terrain zum Mountainbiken eigentlich, für mein Klapprad war das dann doch an manchen Stellen eine besondere Herausforderung. Die Hauptverkehrsstraße über den Pass gleicht an vielen Stellen doch viel mehr einem Feldweg. Auf dem Pass liegt noch vereinzelt Schnee, aber in der Sonne ist es herrlich warm.

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Aufgrund der schlechten Straße ist die Abfahrt fast genauso lang wie der Aufstieg, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 10km/h fahren wir über mehrere Stunden konzentriert bergab.

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